Mathematik

Bei dem Studiengang handelt es sich um ein Lehramtsstudium –d.h. um (in Bayern) anschließend an einem Gymnasium als verbeamteter Lehrer unterrichten zu dürfen, muss nach dem abgeschlossenen Master-Studium, anerkannten 8 Wochen Betriebspraktikum und dem ersten Staatsexamen noch das Referendariat inklusive zweitem Staatsexamen absolviert werden. Dies dauert 2 Jahre in Vollzeit

Das Studium selbst besteht aus sechs Semestern Bachelor- und vier Semester Masterstudium (Regelstudienzeit). Der Übergang von Bachelor auf Master ist an der TU kein Problem. Eine berufliche Tätigkeit nach dem Bachelor ist nicht denkbar, denn ohne die ersten drei Mastersemester wird man nicht zum ersten Staatsexamen zugelassen.

Mathematik kann an der TUM in Kombination mit Chemie, Informatik, Physik und Sport studiert werden.

Über das Studium

In der Schulzeit lernt man zu rechnen, einige Funktionen zu zeichnen, zu verstehen, zu diskutieren. Man lernt die „angewandte Mathematik“, wie es die Ingenieur- und Naturwissenschaften brauchen und vertiefen.

Warum all diese Sätze aber gelten, wird in der Schule nur an einzelnen Stellen behandelt. Selbst aber einen echten Beweis zu führen, ist auch erfolgreichen Abiturienten in der Regel fremd.

Darum wird in der Uni auch wieder bei 1+1 angefangen bzw. sogar noch davor.

Die Mathematik im Lehramtsstudium für Gymnasium ist der von B.Sc/M.Sc. Mathematik-Studierenden sehr ähnlich. Daher teilen sich das gymnasiale Lehramt und die Fachstudenten viele Vorlesungen, einige sind nur abgekoppelt, damit der Hörsaal nicht überläuft, andere, weil es die LPO I bei den gymnasialen Lehramtlern ausdrücklich fordert, obwohl es die Fachstudenten nicht hören müssen.

Wenn man fragt, was braucht man für das Mathematikstudium, so ist es nicht wirklich die Fertigkeit, die ersten 100 Stellen der Kreiszahl auswendig zu können, auch nicht, die Wurzel aus 18496 im Kopf zu ziehen. Es sind Dinge, wie abstraktes Denken, Vorstellungsvermögen, Logik, die es einem ermöglichen dem zu folgen, was der Dozent lehrt. Um dann auch noch selbst auf die Übungsaufgaben zu kommen, braucht man Phantasie, Kreativität, besonders aber Durchhaltevermögen und eine zum Teil extreme Toleranzgrenze. Und das auch im Lehramtsstudium.

Auf das Studium vorbereiten

Bevor frische Studierende ins kalte Wasser geworfen werden, gibt es immer wieder „Brückenkurse“. Dort soll die Brücke zwischen Schule und Universität geschlagen werden und die ersten allgemeinen Schreibweisen, die allerwichtigsten Sätze, die man immer wieder braucht und vor allem systematisches Beweisen gelehrt werden.

Das meiste davon wird dann in den ersten Vorlesungen wenn überhaupt nur noch kurz erwähnt, da es das Grundhandwerkszeug ist, das jeder mehr oder weniger voraussetzt.

Der Besuch eines solchen Brückenkurses ist daher auf jeden Fall zu empfehlen!

Diese Kurse dauern etwa eine oder zwei Wochen und sind meist Ende September bis Mitte Oktober angesiedelt. Dabei kann man die Uni und zukünftige Kommilitonen schon mal kennenlernen, gemeinsam das Unbekannte erkunden.