Allgemeine Informationen zum Betriebspraktikum

Bei den Praktikumsrichtlinien handelt es sich – soweit die Praktikumsbereiche betroffen sind – um Empfehlungen. Die Studierenden entscheiden selbst, wieviele verschiedene Bereiche sie kennenlernen möchten. Wichtig ist, dass ein Praktikumsabschnitt mindestens vier Wochen beträgt und in Vollzeit absolviert wird.

Wenn Praktikumsbetriebe eine Vergütung bezahlen, ist dies durchaus in Ordnung. Nicht jede Tätigkeit, die neben dem Studium ausgeübt wird, ist eine Werkstudententätigkeit. Diese muss während des Semesters 20 Wochenstunden betragen, mit dem Studium affin sein und während der vorlesungsfreien Zeit auf Vollzeit gesteigert werden, was bedeutet, dass sie langfristig angelegt ist.

Auslandspraktika werden bis zu 20 Wochen anerkannt. Bei der Auswahl der Praktikumsstellen sind jedoch auch die Kriterien der Praktikumsrichtlinien zu beachten. Die Praktikumsbestätigung oder das Praktikumszeugnis muss in deutscher Übersetzung vorgelegt werden, sofern es in einer anderen als der englischen Sprache abgefasst ist.

Praktika, die während des Besuchs der FOS absolviert worden sind, können grundsätzlich nicht angerechnet werden.

Für alle weiteren Fragen und für die Anerkennung einer Berufsausbildung gibt es eine Ansprechpartnerin im Kultusministerium:
Sabine Parol
eMail: sabine.parol@stmuk.bayern.de

Rechtliche Vorgaben

Nach Lehramtsprüfungsordnung I muss das Betriebspraktikum in der beruflichen Bildung folgende Kriterien erfüllen (§ 87 LPO I i.d.F.v. 2008):

„Die Zulassung [zum Vorbereitungsdienst] setzt den Nachweis eines mindestens zwölfmonatigen einschlägigen gelenkten Berufspraktikums voraus. Mindestens drei Monate des Berufspraktikums sollen vor Beginn des Studiums abgeleistet werden.

Das gelenkte Berufspraktikum kann durch eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung ersetzt werden.

Auf das gelenkte Berufspraktikum können angerechnet werden:

  1. eine nicht einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung bis zu sechs Monaten,
  2. praktische Studiensemester der Fachhochschule einschließlich Vorpraktikum, soweit kein Fachrichtungswechsel im Lehramtsstudium vorgenommen wird, bis zu zehn Monaten,
  3. einschlägige berufliche Tätigkeiten bis zu sechs Monaten; eine höhere Anrechnung ist in der Regel nur zulässig, wenn die berufliche Tätigkeit nach dem erfolgreichen Abschluss einer Hochschule liegt.“

Ob und wie Tätigkeiten nach den Punkte 2 und 3 anerkannt werden können, entscheidet Frau Parol (s.o.).

Darüber hinaus regeln die „Richtlinien für das verpflichtende Betriebspraktikum im Rahmen der Ausbildung für ein Lehramt an beruflichen Schulen“ die inhaltliche Ausgestaltung. Diese sind [hier] ausgeführt